Abenteuerdschungel Rom

Donnerstag, der 27. Februar 2014

Ich bin mittlerweile in Rom angekommen, nach einigen Vorkommnissen im Flughafen Mailand (Bergamo), mehr dazu wird in der nächsten print und online-Ausgabe der „anstalt“ stehen.

Jedenfalls bin ich gelandet in Rom, Sonnenschein begrüßt mich freundlich bei äußerst warmen Temperaturen. Doch wie komme ich nach Rom? Es gibt scheinbar eine Busverbindung, laut Frau am Schalter, an deren letzten Haltestelle wir aussteigen müssen. Gut, dann steige ich ein, es muss wohl so sein, die Frau arbeitet hier und weiß das. Der Bus fährt, auf einmal bemerke ich, das der Bus am Bahnhof vorbeifährt. Ich steige in der nächsten Haltestelle aus und hetze mich zum Bahnhof ab. Dort, nur italienisch, keine Hinweise welcher Zug wohin fährt. Ich erkundige mich bei paar Leuten, steige in einen Zug ein. Nach einer halben Stunde bemerke ich, dass es immer ländlicher wird, und frage nochmal nach, scheinbar der Zug in die falsche Richtung. Aussteigen, und welch ein Wunder – da hängt ein Fahrplan. Eine halbe Stunde auf den Zug zurück warten, währenddessen genieße ich den Karnevalsumzug, der paar Meter entfernt stattfindet. Und dann eine Durchsage, der Zug wurde umgeleitet, anderes Gleis. Schnell durch die Unterführung, vorbei an Gras-Rauchenden Jugendlichen, rein in den Zug, ein italienischer Schnellzug.

Schnell? – Keineswegs! Mit MRB-Geschwindigkeit eine halbe Stunde zurückfahren, bei halb-offenen Außentüren und nicht vorhandener Klimaanlage. Im Romana Termini angekommen, suchte ich nach der Möglichkeit, mir ein Wochenticket zu ziehen. Infocenter? Lange Schlange, außerdem wussten die auch nichts. Polizisten? Keine Ahnung. Sanitäterin? Weitergeleitet zu einem Mann in einer kleinen Bude, der mich auf einen Straßenkiosk verwiesen hat. Und dann, nach langer suche, ein überteuertes Wochenticket für Rom.

Wie finde ist denn jetzt mein Hotel? Gute Frage! Dank Smartphone weiß ich welche Linie wohin fährt. Doch jede Person, die ich frage, hat entweder keine Ahnung, verstehen nur italienisch oder verweisen mich weiter an irgendwelche Leute, die mich an falsche Haltestellen schicken. Verzweifelt finde ich die Haltestelle der Linie 75. Der Busfahrer hält Schwätzchen mit einem Mann am Fenster, er macht die Tür zu und fährt los. Ich frage ihn, er nimmt mein Handy, schaut drauf und fährt, knapp jemanden überfahren. Der meint, er hat keine Ahnung und dass er aus irgendwelchen Gründen meine Haltestelle nicht anfahren darf. Ich steige aus, nachdem mir ein Student weitergeholfen hat, ich frage weiter, werde um den gesamten Block geschickt. Nach dreimaliger Umrundung kommt ein älterer Herr auf mich zu, sagt, er führt mich dort hin, ich laufe ihm nach, er führt mich direkt rein! Dort macht erst mal niemand die Tür auf. Ein Herr, der dort wohnt, erlaubt uns reinzugehen, obwohl er nichts mit dem Hotel zu tun hat, und eilt zügig in die Stadt.

Im Hotel müssen wir nochmal runter, gehen paar Häuser weiter in unser Zimmer. Das ist übrigens in der scheinbar teuersten Straße Roms, Via Cavor!

Im Hotel auspacken und fertig machen, aus dem Nebenzimmer dringen ziemlich intime Geräusche.

In der Stadt geraten wir erst mal in eine Faschisten-Demonstration, von Hundertschaften blockiert und eingekesselt und überwacht. Viele Leute können uns nicht sagen, wo der Platz ist, wo wir hinmüssen. Irgendwann finden wir den, dort ist ein Flashmob. Dann gehen die Aktivisten, zu denen ich auch gehöre, in ein Restaurant etwas essen, danach vorerst zurück ins Hotel, nach knapp 40 Stunden des Wachseins mit einer 90-Minütigen Schlafpause zwischendurch.

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Po-Schleife von oben
Po-Schleife von oben

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Sonnenschein in Rom
Sonnenschein in Rom
Romana Termini
Romana Termini
Romana Termini
Romana Termini

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Faschisten Demonstration
Faschisten Demonstration
Faschisten Demonstration
Faschisten Demonstration
Faschisten Demonstration
Faschisten Demonstration
Flashmob
Flashmob
Flashmob
Flashmob

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Hundertschaft
Hundertschaft

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