Der erste Kongresstag

Heute ist der Tag ruhiger gewesen. Morgens bin ich -leider im Regen- durch Rom spaziert. Mit der Metro ging es problemlos zum Kongress. Die Anmeldung hat geklappt, ich wurde mit einem Info-Paket ausgestattet und einem Headset, mit dem ich Synchron den Kongress auf Englisch übersetzt verfolgen konnte. Es gab eine Konferenz mit den jüngsten Kandidatinnen und Kandidaten, diese stellten vor, was sie bisher gemacht haben und mit welchen Zielen sie gewählt werden wollen. Erstmals kandidiert ein italienischer junger Kandidat, er erzählte besonders stolz, was das für ein historischer Moment sein wird, wenn endlich seine Partei in die europäische Partei S&D (Socialists and Democrats) aufgenommen wird. Im Anschluss gab es eine Podiumsdiskussion und eine Pressekonferenz.

Ich habe mich noch nett mit dem Bildungsminister von Irland und Finnland unterhalten, erfahren, dass Roger Lewenz nach dem Papst-Besuch ggf. zur Konferenz kommt und Dr. Martin Schulz, Präsident des Europäischen Parlamentes, habe ich knapp verpasst, allerdings treffe ich mich morgen mit ihm. Aus ganz Deutschland sind europäische Aktivisten angereist, aus der gesamten Europäischen Union trifft man Menschen, mit denen gute Debatten möglich sind. Dieser internationale Kongress ist wirklich unglaublich, sogar der Größte, den ich bisher besucht habe!

Morgen fängt der eigentliche Kongress an, dieser kann ab 12.00 Uhr live verfolgt werden, mehr dazu unter http://www.pes.eu/en/events/pes-election-congress !

Das Kongresscentrum
Das Kongresscentrum
Im Foyer des Kongresszentrum
Im Foyer des Kongresszentrum
Im Konferenzsaal 1
Im Konferenzsaal 1
Vorbereiteter Pressekonferenzsaal
Vorbereiteter Pressekonferenzsaal
Das Kongresszentrum bei Nacht in einer Konferenzpause
Das Kongresszentrum bei Nacht in einer Konferenzpause
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Kongresssaal 1
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Ein Teil meiner Ausrüstung für den Kongress

 

Abenteuerdschungel Rom

Donnerstag, der 27. Februar 2014

Ich bin mittlerweile in Rom angekommen, nach einigen Vorkommnissen im Flughafen Mailand (Bergamo), mehr dazu wird in der nächsten print und online-Ausgabe der „anstalt“ stehen.

Jedenfalls bin ich gelandet in Rom, Sonnenschein begrüßt mich freundlich bei äußerst warmen Temperaturen. Doch wie komme ich nach Rom? Es gibt scheinbar eine Busverbindung, laut Frau am Schalter, an deren letzten Haltestelle wir aussteigen müssen. Gut, dann steige ich ein, es muss wohl so sein, die Frau arbeitet hier und weiß das. Der Bus fährt, auf einmal bemerke ich, das der Bus am Bahnhof vorbeifährt. Ich steige in der nächsten Haltestelle aus und hetze mich zum Bahnhof ab. Dort, nur italienisch, keine Hinweise welcher Zug wohin fährt. Ich erkundige mich bei paar Leuten, steige in einen Zug ein. Nach einer halben Stunde bemerke ich, dass es immer ländlicher wird, und frage nochmal nach, scheinbar der Zug in die falsche Richtung. Aussteigen, und welch ein Wunder – da hängt ein Fahrplan. Eine halbe Stunde auf den Zug zurück warten, währenddessen genieße ich den Karnevalsumzug, der paar Meter entfernt stattfindet. Und dann eine Durchsage, der Zug wurde umgeleitet, anderes Gleis. Schnell durch die Unterführung, vorbei an Gras-Rauchenden Jugendlichen, rein in den Zug, ein italienischer Schnellzug.

Schnell? – Keineswegs! Mit MRB-Geschwindigkeit eine halbe Stunde zurückfahren, bei halb-offenen Außentüren und nicht vorhandener Klimaanlage. Im Romana Termini angekommen, suchte ich nach der Möglichkeit, mir ein Wochenticket zu ziehen. Infocenter? Lange Schlange, außerdem wussten die auch nichts. Polizisten? Keine Ahnung. Sanitäterin? Weitergeleitet zu einem Mann in einer kleinen Bude, der mich auf einen Straßenkiosk verwiesen hat. Und dann, nach langer suche, ein überteuertes Wochenticket für Rom.

Wie finde ist denn jetzt mein Hotel? Gute Frage! Dank Smartphone weiß ich welche Linie wohin fährt. Doch jede Person, die ich frage, hat entweder keine Ahnung, verstehen nur italienisch oder verweisen mich weiter an irgendwelche Leute, die mich an falsche Haltestellen schicken. Verzweifelt finde ich die Haltestelle der Linie 75. Der Busfahrer hält Schwätzchen mit einem Mann am Fenster, er macht die Tür zu und fährt los. Ich frage ihn, er nimmt mein Handy, schaut drauf und fährt, knapp jemanden überfahren. Der meint, er hat keine Ahnung und dass er aus irgendwelchen Gründen meine Haltestelle nicht anfahren darf. Ich steige aus, nachdem mir ein Student weitergeholfen hat, ich frage weiter, werde um den gesamten Block geschickt. Nach dreimaliger Umrundung kommt ein älterer Herr auf mich zu, sagt, er führt mich dort hin, ich laufe ihm nach, er führt mich direkt rein! Dort macht erst mal niemand die Tür auf. Ein Herr, der dort wohnt, erlaubt uns reinzugehen, obwohl er nichts mit dem Hotel zu tun hat, und eilt zügig in die Stadt.

Im Hotel müssen wir nochmal runter, gehen paar Häuser weiter in unser Zimmer. Das ist übrigens in der scheinbar teuersten Straße Roms, Via Cavor!

Im Hotel auspacken und fertig machen, aus dem Nebenzimmer dringen ziemlich intime Geräusche.

In der Stadt geraten wir erst mal in eine Faschisten-Demonstration, von Hundertschaften blockiert und eingekesselt und überwacht. Viele Leute können uns nicht sagen, wo der Platz ist, wo wir hinmüssen. Irgendwann finden wir den, dort ist ein Flashmob. Dann gehen die Aktivisten, zu denen ich auch gehöre, in ein Restaurant etwas essen, danach vorerst zurück ins Hotel, nach knapp 40 Stunden des Wachseins mit einer 90-Minütigen Schlafpause zwischendurch.

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Po-Schleife von oben
Po-Schleife von oben

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Sonnenschein in Rom
Sonnenschein in Rom
Romana Termini
Romana Termini
Romana Termini
Romana Termini

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Faschisten Demonstration
Faschisten Demonstration
Faschisten Demonstration
Faschisten Demonstration
Faschisten Demonstration
Faschisten Demonstration
Flashmob
Flashmob
Flashmob
Flashmob

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Hundertschaft
Hundertschaft

Pressemitteilung der „Lichtspielbühne“, Theaterensemble der VHS Rhens

2013-12-05-111 Es wird phantasievoll
Die neue Komödie der Lichtspielbühne mit dem Titel „Phantasie zum Nachtisch“ ist in vollem Gange. Zumindest was die Probenphase betrifft. So ist es nicht verwunderlich, dass aus dem Probenraum wildes Geschrei und lautes Gelächter schallen. „In diesem Jahr bieten wir unseren Zuschauern eine rasante Komödie, die nicht nur zum beherzten Lachen anregt, sondern auch die Phantasie der Zuschauer fordert,“ berichtet Karl-Heinz Vaßen, Intendant der Lichtspielbühne. „Zu Beginn der Probezeit haben Einzelproben zur Festigung der Rollenidentifizierung stattgefunden. Nun geht es an die Durchlaufproben, in denen Musik und Licht auf die wirklich talentierten Darsteller trifft“, erläutert Regisseur und Autor Hannes Mager. Die Hauptdarsteller,

2013-12-05-114

Kerstin Kriebs und Oliver Dziwis, sind sich darin einig, dass die Erarbeitung der Komödie sehr viel Freude bereitet und das Theaterstück immer mehr Form an nimmt. Nachdem sich die Probenarbeit nun dem Ende neigt, wird die Uraufführung von „Phantasie

zum Nachtisch“ wie geplant am 12. April 2014, um 19:00 Uhr im Kaisersaal in Rhens stattfinden.

Weitere Infos bezüglich Terminen und Reservierungsmöglichkeiten finden Sie unter:
http://www.licht-spiel-buehne.de.

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Ausgabe #88

Die nächste Ausgabe ist die Ausgabe 88, Redaktionsschluss ist der 31.03.2014, Erscheinungstermin am 28.04.2014. Es ist eine limitierte Sonderauflage von 88 Verkaufsexemplaren.

Themenschwerpunkte sind u.a. Diskriminierung aller Art, Rechtsextremismus, Nationalsozialismus

Wir wollen mit dieser Ausgabe ein Zeichen setzen. Seid gespannt!